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Der Fallgeist

Am Kappler Schwand, einem ziemlich großen, waldumsäumten Platz im Norden Schattwalds, zwischen Vils, Kalbelehofen und Tierwald gelegen, ist der unheimliche Gast zuhause. Der Sage nach soll er ein umgehender Pfrontener Pfarrer sein, der geholfen habe, den Kalbeehof, eine Alpe auf Schattwalder Boden, nach Pfronten gehörig, auf unrechtmäßige Weise den damaligen Besitzern, den Kapplern, abzunehmen. Eine Besonderheit dieses Geistes ist oder war es verschiedenen Leuten, die von Pfronten kamen, „aufzuhocken". Diese mußten den fürchterlich schweren Geist im Schweiße des Angesichtes vom „Kalbelehof" bis an den „Stizl" herauf, d. i. die Süd-Grenze seines Reiches, tragen, und waren auf dieser Straße, zu der man sonst eine gute Viertelstunde braucht, oft zwei Stunden auf dem Weg. Gewöhnlich meldete er sich mit „Jußgen" (Jauchzen) und der Uebermütige, der es wagte, zu antworten, bekam die oben beschriebene Bescherung des „Aufhockens".

Noch heute leben Leute, die mit ihm zum Handkuß gekommen sein sollen. In neuerer Zeit wurde in seine Nähe das Elektrizitätswerk gebaut und es wird wahrscheinlich diese Neuerung dem „Faler" nicht mehr getaugt haben. Das „Jußgen" mag eine Erklärung in dem häufigen Vorkommen von Eulen in dieser Gegend finden, die erfahrungsgemäß auch menschlichen Beantwortern in fast greifbare Nähe kommen. Der Fallgeist soll nach anderer Darstellung ein Sonntagsschänder sein. Es wollen ihn einige von „Friedles Loch" aus, das dem „Schwand" gegenüber liegt, am hellichten Sonntag Holzhacken gesehen haben.


Ottilienberg
ottilienberg, hörmannshofen, biessenhofen

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burgberg, burggen, ringwall, frühmittelalter


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