Anlässlich der anstehenden Oesterreichischen Skimeisterschaft befindet sich der Skisprung-Weltmeister und Weltrekordhalter Birger Ruud in Reutte / Breitenwang. Auf der Lähn springt er, auf die Bitte des Reuttener Wintersportvereins, die durch Ing. Kirchner neu adaptierte Sprungschanze ein und sorgt für einen regen Besucheransturm
In der Disziplin Eiskunstlauf konnte Charlotte Mayrhofer aus Innsbruck für ein Schaulaufen auf dem Eislaufplatz hinter dem Gasthof Ehrenberg gewonnen werden
In der Disziplin Eiskunstlauf konnte Charlotte Mayrhofer aus Innsbruck für ein Schaulaufen auf dem Eislaufplatz hinter dem Gasthof Ehrenberg gewonnen werden
In der Nacht auf den 24. Jänner brennt das Restaurant am Alatsee zur Gänze nieder
Ende Jänner wird im Außferner Boten erstmals die Frage aufgeworfen:
"Wie wär es, wenn man die Straße, die bei dem Haus, in dem Kaiser Lothar sein Leben schloß, einmündet in Kaiser Lotharstraße umbenennen würde?"
"Wie wär es, wenn man die Straße, die bei dem Haus, in dem Kaiser Lothar sein Leben schloß, einmündet in Kaiser Lotharstraße umbenennen würde?"
Anfang Februar kommt es zu größeren Schneefällen mit viel Wind, infolgedessen bald sämtliche Straßen wegen Lawinengefahr oder bereits abgegangener Lawinen gesperrt werden müssen. Sämtliche Frächter im Bezirk warten, bis durch die Schneeräumungsdienste die Straßen wieder aufgemacht werden können
Am 2. und 3. Februar wird in Reutte / Breitenwang bei recht ungünstigen Witterungsverhältnissen die Oesterreichische Ski- und Staffelmeisterschaft ausgetragen
Zahlreiche Lawinen zerstören innerhalb des Außerferns tausende Festmeter Holz
aus: Salzburger Volksblatt, 11. Februar 1935
Ende Februar gelingt es der Gendarmerie eine Falschmünzerei in Lechaschau auszuheben. Die Fälscher sind zwei Brüder, Josef und Hermann Sigl, die aus der Schweiz eingewandert sind
Anfang März kommt es erneut zu starken Schneefällen. Wieder hat das Straßenbauamt alle Mühe, die Straßen offen zu halten. Am Fernpass gibt es zeitweise für größere Fahrzeuge kein Durchkommen
Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 8. Mai 1935
Tod durch Blitzschlag. Tannheim, 6. Mai. Heute nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr ging ein heftiges Gewitter, von ganz wenig Regen begleitet, über unser Tal. Viele Leute waren bei der Feldarbeit. Die beiden Bauernsöhne Hans Linder und Otto Koch führten Dünger auf die Felder hinter der Fraktion Kienzen und waren gerade daran, den Dünger vom Wagen „abzuziehen". Während ersterer das Pferd führte, war Otto Koch mit Abladen beschäftigt. Plötzlich ein greller Schein — ein scharfer Knall und der erst 24jährige, vorher kerngesunde Bursche lag tot neben dem schreckensbleichen Freunde. Der zur Unglücksstelle eilende Gemeindearzt konnte nur mehr den bereits eingetretenen Tod feststellen.
Tod durch Blitzschlag. Tannheim, 6. Mai. Heute nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr ging ein heftiges Gewitter, von ganz wenig Regen begleitet, über unser Tal. Viele Leute waren bei der Feldarbeit. Die beiden Bauernsöhne Hans Linder und Otto Koch führten Dünger auf die Felder hinter der Fraktion Kienzen und waren gerade daran, den Dünger vom Wagen „abzuziehen". Während ersterer das Pferd führte, war Otto Koch mit Abladen beschäftigt. Plötzlich ein greller Schein — ein scharfer Knall und der erst 24jährige, vorher kerngesunde Bursche lag tot neben dem schreckensbleichen Freunde. Der zur Unglücksstelle eilende Gemeindearzt konnte nur mehr den bereits eingetretenen Tod feststellen.
Die Schrettergasse wird als Zufahrtsstraße in Richtung Mühl von der neuen Mühlerstraße, zwischen dem Gasthof Hirschen und dem Gemeindeamt hindurch, abgelöst
Bundeskanzler Dr. Schuschnigg besucht das Außerfern, wo er begeistert empfangen wird und er mehrere Orte des 'Notstandsgebiets' besucht
Der 12jährige Bäckersohn Johann Schütz überquert am 15. August die Hauptstraße in Reutte, als er vom Postkraftwagen erfasst und zu Boden geschleudert wird - er bleibt mit einem Genickbruch tot liegen
Die Stunde vom 28. August 1935
"Wie die "Stunde" gestern als erstes Blatt ausführlich berichten konnte, hat sich in der Nähe der bayrisch-österreichischen Grenze [Pflach] ein geheimnisvoller Mord zugetragen, dem ein 22jähriger Arbeitsloser namens Leikermoser zum Opfer gefallen ist. Wie nun die Feststellungen der Innsbrucker Staatspolizei ergeben haben, hatte Leikermoser vergangenen Freitag in der Wohnung eines Innsbrucker Zuckerbäckers in der Mentelgasse Obdach gefunden und war Samstag gegen halb 9 Uhr abends von zwei Burschen, die sich für Kriminalbeamte ausgegeben hatten, aufgesucht worden. Die zwei Fremden hatten Leikermoser offenbar noch im Hause des Zuckerbäckers mit Chloroform betäubt und ihn dann in einem Auto entführt.
Den polizeilichen Feststellungen zufolge scheint Leikermoser an der überstarken Chloroformdosis gestorben zu sein. Seine Leiche war bekanntlich gefesselt und nur mit Hose und Schuhen bekleidet. Das Bezirkspolizeikommissariat Innsbruck führte noch im Laufe der folgenden Nacht die erforderlichen Erhebungen durch und stellte fest, daß zwei der Täter, und zwar der Teppichhändler Erwin Reindl ehemals Bettelheim und der Tapezierer Engelbert Tusch unmittelbar nach der Tat nach Deutschland geflüchtet sind.
Wegen Verdachtes der Vorschubleistung wurden in Innsbruck zwei Personen, und zwar ein Ingenieur und ein Techniker verhaftet."
Der Mord bei Reutte
"Wie die "Stunde" gestern als erstes Blatt ausführlich berichten konnte, hat sich in der Nähe der bayrisch-österreichischen Grenze [Pflach] ein geheimnisvoller Mord zugetragen, dem ein 22jähriger Arbeitsloser namens Leikermoser zum Opfer gefallen ist. Wie nun die Feststellungen der Innsbrucker Staatspolizei ergeben haben, hatte Leikermoser vergangenen Freitag in der Wohnung eines Innsbrucker Zuckerbäckers in der Mentelgasse Obdach gefunden und war Samstag gegen halb 9 Uhr abends von zwei Burschen, die sich für Kriminalbeamte ausgegeben hatten, aufgesucht worden. Die zwei Fremden hatten Leikermoser offenbar noch im Hause des Zuckerbäckers mit Chloroform betäubt und ihn dann in einem Auto entführt.
Den polizeilichen Feststellungen zufolge scheint Leikermoser an der überstarken Chloroformdosis gestorben zu sein. Seine Leiche war bekanntlich gefesselt und nur mit Hose und Schuhen bekleidet. Das Bezirkspolizeikommissariat Innsbruck führte noch im Laufe der folgenden Nacht die erforderlichen Erhebungen durch und stellte fest, daß zwei der Täter, und zwar der Teppichhändler Erwin Reindl ehemals Bettelheim und der Tapezierer Engelbert Tusch unmittelbar nach der Tat nach Deutschland geflüchtet sind.
Wegen Verdachtes der Vorschubleistung wurden in Innsbruck zwei Personen, und zwar ein Ingenieur und ein Techniker verhaftet."