Chronik

Jahr
1933
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Die Not in einigen Außerferner Gemeinden wird immer drückender. In Hägerau und Steeg gibt es über Wochen kein Brot mehr, sodass die Bewohner sich gegenseitig unterstützen müssen, um nicht gänzlich in die Armut und den Hunger zu stürzen
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Am 21. und 22. Jänner werden in Reutte die Tiroler Skimeisterschaften ausgetragen
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Am 29. Jänner veranstaltet der Österreichische Touring-Club, Sektion Reutte, ein Motorrad-Skijöring am Katzenberg
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Im Sinne einer Queralpenstraße von Salzburg nach Basel wird der nicht neue Plan einer Verbindungs-Pass-Straße zwischen dem Schloss Linderhof und Füssen erneut angedacht und erste Kredite bewilligt
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Anfang März verschärft die österreichische Regierung die Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland, da man vermutet, dass die Kommunisten im Falle eines Parteiverbotes im deutschen Reich, nach Österreich fliehen könnten
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Nach dem Wahlsieg der Nationalsozialisten im deutschen Reich, gewinnt diese politische Strömung auch in Österreich immer mehr Anhänger. So wird am 4. März eine große Kundgebung und Ansprache der NSDAP im Hotel Tirolerhof in Reutte abgehalten
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In der Zeit vom 28. März bis zum 3. April kommt es immer wieder zu Erdstößen im mittleren Lechtal - genauer zwischen den Orten Elmen und Häselgehr
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Es kommt in Tirol zu teilweise schwereren Zusammenstößen zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten (Sozialisten); beispielsweise bei Imst.
Am 1. April beginnt im deutschen Reich der Boykott jüdischer Geschäfte – auch in Tirol und dem Außerfern hegen viele einen Groll gegen jüdische Händler und Kaufleute
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Am 7. April wird der bisherige Bezirkshauptmann Kravogl vom Dienst abgezogen - das Amt des Bezirkshauptmannes wird in der Folge an Attlmayr übergeben
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Sämtliche Gewässer werden in Fischerei-Reviere aufgeteilt
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Am 14. April brennt bei Namlos die Latschenbrennerei des Anton Untertroger von Anras (Osttirol) gänzlich ab. Lediglich die Wohnbaracke und die Wasserrinnen bleiben verschont
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Der Propagandaminister Göbbels steigt am Osterwochenende mit seiner Familie im Alpengasthof ‚Alpenhof‘ (Haller) ab
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Anfang Juni formieren sich erste Heimatwehrortsgruppen in den Außerferner Gemeinden
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Am 9. Juni kommt es in Häselgehr - Häternach zu einem Brand des Bauernanwesens des Alfons Wolf. Zwei weitere angrenzende Gebäude fangen ebenfalls Feuer, können jedoch rechtzeitig gelöscht werden. Das Wolf-Haus brennt letztlich vollständig nieder
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Die Tausend-Mark-Sperre des Hitler-Regimes bringt den gerade erst aufblühenden Fremdenverkehr gänzlich zum Erliegen. Österreichische Staatsbürger dürfen ohne triftigen Grund nicht mehr nach Deutschland reisen. Gruppierungen von SA und SS provozieren in ganz Tirol Aufmärsche der Polizei
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Zwischen Lechaschau und Pinswang ist der Freiwillige Arbeitsdienst mit der Regulierung des Lechs beschäftigt
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maulwurfsgrille, Gryllotalpa gryllotalpa Im Bereich von Pinswang, Vils und im mittleren Tannheimer Tal wird ein Schädlingsbefall durch die sogenannte Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa), im Volksmund als Schmotzgrille benannt, verzeichnet. Weite Flächen der Felder sterben hierbei ab, da die Engerlinge der Grillen sämtliche Wurzeln abfressen. Vor allem die angebauten Kartoffeln werden von den Tieren vollständig vernichtet
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Eine groß angelegte Aktion der Nationalsozialisten führt zum Abbrennen mehrerer Hakenkreuze in der umliegenden Bergwelt, so etwa im Bereich der Hochschanz, am Säuling und an der Gehrenspitze. An der Lechbrücke zwischen Lechaschau und Reutte wird eine Hakenkreuzflagge aufgehängt, welche anderntags durch die Polizei wieder entfernt wird
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Am Beginn des November gibt es mehrere Verhaftungen von Nationalsozialisten im Bezirk
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Am 8. November ereignet sich ein relativ starkes Erdbeben mit dem Epizentrum im Raum Namlos. In Namlos selbst, bei Vorderhornbach und in Reutte werden zahlreiche Schäden gemeldet
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Ende November wird in Fachkreisen die Wiederansiedlung von Steinböcken im Außerfern diskutiert