Wege und Pfade
Tourenberich von Kauk, vom 20. Mai 2011Heute hab ich die Lache-Umrahmung gemacht: Schochenspitze (2069 m), Lachenspitze (2126 m), Steinkarspitze (2067 m) und Rote Spitze (2130 m).
Als Ausgangspunkt empfehle ich einen der Parkplätze (3€ Parkgebühr) in Tannheim (alternativ kostenlose Parknischen die jemand kennt), dann spart man sich die 6,90€ am Vilsalpsee. Nun mit dem Fahrrad die Straße in Richtung Vilsalpsee, bis nach links ein Weg zu einer Kiesgrube abzweigt. Man trifft auch einen Wegweiser zur Gappenfeldalpe/Landsberger Hütte. Kurz nach dem Steinbruch ist der Weg wieder geteert. Ihm folgt man bis er zum Schluss immer steiler wird und in einen Schotterweg übergeht. Hier dann das Rad abstellen und zu Fuß weiter.
Ein breiter, guter Wanderweg im Wald folgt immer dem Gappenfeldbach und bleibt lange in dessen Nähe. Weiter oben öffnen sich dann Weideflächen und man kann die zerfurchte Westflanke der Sulzspitze (2084 m) bestaunen. Man erreicht die Gappenfeldalpe und kurz darauf die Gappenfeldscharte (1860 m). Nach links gehts zur Sulzspitze, nach rechts zeigt sich der Weiterweg zum Gipfel der Schochenspitze. Hier liegen auch noch ein paar Schneefelder, das größte und steilste am Durchgang auf den Ostgrat. Mittlerweile aber gut gespurt. Vom Ostgrat erreicht man den Gipfel dann rasch.
Der Abstieg erfolgt Richtung Landsberger Hütte ins Östliche Lachenjoch (1915 m). Nun zielt man genau auf den Nordost-Grat, den Gipfel erreicht man auf markierten, bröseligen Steig, mit am Ende etwas Kletterei (Schwierigkeit: I, Beschreibung). Vom Gipfel steil hinab durch die Südwest-Flanke auf den Weg, der herum um die Lachenspitze führt, und ins Steinkarjoch (1955 m).
Vom Steinkarjoch kann man den Gipfel der Steinkarspitze nicht direkt erkennen, man schaut auf Felsaufschwünge, unterhalb derer der Weg durch die Südflanke zum Südwestgrat führt. Alternativ zweigt kurz nachdem man unter den Felsköpfen hindurch ist nach rechts ein schotteriger Steig hinauf zum Ostgrat ab. Diesem dann leichter bis zum Gipfel folgen. Abstieg normalerweise ein kurzes Stück auf den SW-Grat zurück, dann über die Westflanke und den Nordgrat hinab ins Westliche Lachenjoch (1970 m laut AVF, auch Kastenjoch in der Karte). Auch hier gibt es eine spannende Alternative, indem man vom Gipfel direkt den Grat absteigt. Dabei müssen kurze Kletterstellen (I) gemeistert werden, die leicht ausgesetzt sind. Nicht schwieriger als am NO-Grat der Lachenspitze, aber im Abstieg zu begehen.
Vom Westlichen Lachenjoch bietet sich der Abstecher auf die Rote Spitze geradezu an. Auf erdigem Pfad geht es zügig hinauf auf den höchsten Gipfel der Umrahmung. Jetzt im Frühsommer kann man im Abstieg zur Landsberger Hütte bequem über die Altschneefelder hinabschießen ;D Von der Hütte bin ich dann dann wieder hinauf ins Östliche Lachenjoch gestiegen und nochmal kurz auf den Gipfel der Schochenspitze. Dort hat es dann leider etwas angefangen zu Schauern, aber nur kurz und auch der Abstieg war größtenteils von oben trocken.
Insgesamt eine wunderbare Tour in schöner Landschaft und mit herrlichen Ausblicken. Ein paar Dinge sind zu beachten:
- Besser außerhalb der Öffnungszeiten der Landsberger Hütte machen (also dieses Jahr noch vor Pfingsten)
- Für den Aufsteig über den NO-Grat der Lachenspitze empfiehlt sich "in der Saison" sicher ein Steinschlaghelm.
- Im Aufstieg muss relativ weit unten der Gappenfeldbach gequert werden. Heute wars recht problemlos möglich, könnte mir aber vorstellen, dass bei es bei mehr Wasser vlt. sogar unmöglich wird. Diese Aufstiegsvariante also nicht unbedingt nach langen Niederschlagsperioden machen.
Etwas überrascht hat mich dann grad noch die Summierung der Höhenmeter: Über 1700. Das hatte ich auf der Tour dann etwas weniger überschlagen, aber nun erklärt es die doch etwas müden Beine. ;)
Tourenbericht von Kauk vom 9. Okt. 2012
Wegvariante als Anschluss bzw. Fortsetzung an die Krottenköpfe:
Danach gings zurück über den Steig in die Lechtaler Scharte, von wo die Querung der Südflanke fortgesetzt wird. Immer wieder geht es durch Rinnen, teilweise sogar etwas brüchig und mit einer ganz kurzen, sehr einfachen Kraxelstelle. Man folgt dem Steig noch in die Südwestflanke der Lachenspitze, bis man ungefähr in Falllinie des Gipfels nochmals durch eine markante Rinne steigt. An deren Westrand zieht eine steile Grasrampe hinauf zum Normalweg. Folgt man dem gut gestuften Grasgelände aufwärts, so spart man sich die weitere Querung zum Normalweg auf dem man nun wieder einiges zurück Richtung Gipfel gehen müsste. Am Normalweg über bröseliges Gelände steil auf den aussichtsreichen Gipfel.
Der Abstieg nun auf dem Normalweg ins Steinkarjoch (1955 m) und von dort auf dem Weg weiter Richtung Steinkarspitze. Man verlässt ihn bevor er in die Südostflanke hinausgeht und bleibt am Südostgrat, über den man in Kürze auf den Gipfel gelangt.
Ab hier folgt der Anstieg zur Kalbleggspitze.
Tourenbericht aus dem Jahr 1989
Die Lachenspitze, die ihren Namen dem kleinen See an ihrem Fuße verdankt, stellt sich mit ihrem wuchtigen Körper über der Landsberger Hütte in Pose und dominiert das Bild auch von Weitem. Vom Vilsalpsee aus beispielsweise ist das mächtige Delta der "Lache" sehr schön anzusehen. Es sind ja auch fast 300 Meter hohe Abstürze die sich einem hier entgegenstellen.
Vom Vilsalpsee aus verläuft der Anstieg folgendermaßen. Vom Parkplatz der Fischerstube aus gehen wir links des Sees ca. zwei Kilometer an dessen Ufer entlang bis wir auf ein kleines "Hexenhäuschen" treffen. Hier zweigt ein Steig von der breiten Forststraße ab. Diesem Steig folgend kommen wir durch den Wald bald in einen großen Kessel. Dem lauf eines kleinen Baches folgend geht es an der rechten Hangseite entlang und im hintersten Winkel dieses Kessels queren wir nun nach links und bald darauf steigen wir über Serpentinen gegen eine Geländestufe hinan. Von hier oben aus hat man bereits eine schöne Aussicht auf den Vilsalpsee hinunter.
Wenn wir die Geländestufe erreicht haben sehen wir zur rechten den Traualpsee der als Speicher aufgestaut ist und zur Stromgewinnung herangezogen wird. Links sehen wir die Obere Traualpe (1.649m) auf der wir uns zu einer kurzen Rast niederlassen können. Hier gibt es Getränke und auch kleine Speisen.
Später geht es dann weiter am Ufer des Traualpsees entlang. Hinter dem See ist nun schon der abweisende Felsrücken zu sehen auf dem die Landsberger Hütte "thront" und darüber erblicken wir die mächtige Nordwestwand der Lachenspitze. Nun steigen wir aber erst über mehrere Serpentinen und den drahtseilgesicherten Steig hinauf auf die Geländestufe auf der sich die Landsberger Hütte befindet. Hier ist es stellenweise sehr rutschig da ständig aus der darüber liegenden Wand das Wasser heruntertropft.
Oben angelangt sehen wir einen weiteren kleinen See, die vorhin bereits genannte Lache von der der Gipfel darüber seinen Namen bekommen hat. Nach rechts führt uns der Weg nun zur Landsberger Hütte (1.810m) und nach links geht es hinauf ins Lachenjoch. Da wir auf den Gipfel wollen steigen wir gegen das Joch auf und bewundern die satten Almwiesen die wir hier vorfinden.
Vom Lachenjoch aus folgen wir nun immer dem Grat der geradewegs auf den Gipfel zuläuft. Anfangs noch ohne jegliche Schwierigkeit steigen wir hinan und treffen schon bald auf ausgesetztere Passagen. Nach und nach gestaltet sich der Anstieg schwieriger und wir müssen nun auch unsere Hände einsetzen, die jetzt fest zupacken müssen. Allerdings ist die Kletterei nicht allzu schwierig, setzt aber auf alle Fälle eine absolute Trittsicherheit und ein wenig Erfahrung im Fels voraus. Durch ein kleines Latschenfeld müssen wir noch hindurch dann noch ein wenig Kletterei und zum Schluss noch über eine steile Grasmatte hinauf zum Gipfel.
Höhendifferenz: 1000m
Charakter: Tour mit alpinen Wegen; im Bereich der Landsberger Hütte und dem Gipfelaufbau der Lachenspitze ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich
Gehzeiten: ca. 5 bis 6 Stunden










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