Start » Schnippsel » Neuartiges Sprengverfahren (1927)


Neuartiges Sprengverfahren (1927)

Aus: Ausferner Bote vom 4. Aug. 1927
explosion Martinau. Herr Adolf Kern aus Martinau erfand vor Kurzem ein neuartiges Sprengverfahren mit welchem beim Steinbruche dortselbst bereits Versuche angestellt wurden. Es wurde eine Reihe von Bohrlöchern mit aus Pappe hergestellten Patronen geladen. In diese Patronen wurde auf primitive Weise ohne Entfernung der darin befindlichen Luft der Sprengstoff eingepumpt. Die Zündung erfolgte durch eine gewöhnliche schwarze Zündschnur ohne Zündkapsel oder ein anderes detonierendes Hilfsmittel, also nur durch die Glut. Die Größe der Patronen betrug etwa zwei Drittel der Bohrlochlänge, das Volumen des eingepumpten Sprengstoffes kann höchstens zu einem Drittel des Patronenvolumens eingesetzt werden und glichen die Wirkungen denen von hochüberladenen Sprengschüssen. — Der Erfinder will dieses neue Verfahren einem englischen Staate verkaufen, mit welchem er bereits in Verbindung steht. Wie man erfuhr, soll der Kaufpreis für diese Erfindung, welche auch für Kriegswesen verwendbar ist, 30.000 englische Pfund betragen. Es wäre sehr schade, wenn sich nicht ein österr. Staat dieser Erfindung annehmen würde, wodurch erhebliche Ersparnis hervorgerufen wäre.

chat

Kommentare

schreiben Stylus

Noch keine Kommentare vorhanden. Schreib´ doch du den ersten!


einen Kommentar schreiben







Spam-Schutz: Was ist 8 + 9?



* Kommentare werden nach Prüfung freigeschaltet.


Schlosshof Füssen
Füssen, Schloss, Schlosshof

Vilstalsäge
vilstalsäge, pfronten

Alpenhotel Ammerwald
reutte, ammerwald, fuhrwerk


...vielleicht auch interessant:

Bau eines Seilaufzuges (1941) (Schnippsel)
Mange Sessele (Sagen)
Flachsanbau und Leinweberei (Dokumentation)


Top-Themen
sterbebild, button
Sterbebild-Sammlung

Es befinden sich aktuell 8182 Einträge in der Sammlung

167