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Johann Boch's Ende

Feldkircher Zeitung vom 27. Aug. 1879

Lesende junge Frau, 1862
Johann Nepomuk Boch
Bregenz, 26. Aug. (Maler Boch vom Blitze erschlagen.) Der in weiteren Kreisen als tüchtiger Porträtmaler bekannte hiesige Künstler Johann Boch, der seit mehreren Wochen in Schattwald im Tannheimer Thal zur Sommerfrische weilte, ist dort eines schnellen Todes gestorben, nämlich vom Blitze erschlagen worden. "Als er letzten Freitag Nachmittag" — so berichtet die L.-Ztg. — "einen Spaziergang in nächster Nähe des Dorfes unternahm, kündigte ein Blitzstrahl ein nahendes Gewitter an; um sich vor dem beginnenden Regen zu schützen, spannte Boch seinen Schirm auf und fast unmittelbar darauf traf der nächste Blitz den Schirm und tödtete Boch. Ein schwarzer Streifen abwärts vom Kopfe bezeichnete den Weg, den der Blitz genommen. Die goldene Uhrkette, welche er trug, war verschwunden, jedenfalls geschmolzen, sein Metallgeld weit herum zerstreut und die Kleider zerrissen. Gestern wurde Boch, dessen Leiche man hiehergebracht hat, unter großer Theilnahme seiner Mitbürger auf dem hiesigen Friedhof beerdiget. Boch war erst 53 Jahre alt und hinterläßt eine trauernde Wittwe; er war ein eifriger Klerikaler!"

Boch stammte aus der Bregenzer Künstlerfamilie Boch, welche mehrere Porträtmaler, Bildhauer und Kirchenmaler hervorbrachte.

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