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Vogler Georg

Vogler Georg, Vils

Geburts-, Wohn-,
Arbeits- oder Wirkungsort

Vils

Sterbejahr
1928



33


Aus: Außferner Bote vom 25. Feb. 1928
Vils. Am 21. Februar starb unerwartet der 77 jährige Bauer Georg Vogler, vulgo Bestlejörgl. Derselbe hatte des öfteren Schwindelanfälle und stürzte in einem solchen Zustande von einem Söller ab, was den Tod infolge heftiger Gehirnerschütterung alsbald zur Folge hatte. Ein Alt-Vilser hat ein arbeitsreiches Leben beendet. Gar manchem Bäuerlein hatte er als Nottierarzt Hilfe geleistet. Ein Menschenalter hindurch wirkte er als erster Flügelhornist bei der Blechmusikkapelle. Dieses Instrument, welches er infolge sehr fleißiger Uebung (wovon die durch seine Finger sehr stark abgewetzten Klappen Zeugnis geben) wie kein zweiter beherrschte, ging ihm in Fleisch und Blut über. 5 Söhne als erste Musiker stellte er seiner Gemeinde als Ersatz für seinen infolge Alters erfolgten Abgang. In spätem Mannesalter unterzog er sich noch der Mühe der Erlernung der Baßgeige, um eine Lücke am Kirchenchor auszufüllen. Am 1. August 1914 stellte der Bestlejörgl vier seiner starken Söhne in den Reihen der Kaiserjäger, im Mai 1915 seinen fünften und letzten mit dem Standschützen Baon Reutte dem Unterland zur Verfügung. Zwei davon blieben auf der Wallstatt als schwerstes Opfer für die alten Eltern. Nun ruht er aus und der Hergott wird ihm sein Wirken lohnen.