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Der Waldjohler

Von Stanzach ging vor Zeiten der Waldjohler jede Nacht bis zum Nikolausbrunnen an der Talscheide von Namlos und Fallerschein auf der rechten Seite des Tales hinein und kehrte auf der linken zurück. Dabei stieß er von Zeit zu Zeit ein furchtbares Gebrüll aus, welches zu heiligen Zeiten immer stärker war. Man hat ihn auch mit der wilden Jagd ziehen sehen. Einmal machte ein Wildschütze Feuer auf, da zog der Waldjohler an ihm vorbei; zugleich sprang auch ein Hirsch plärrend auf und mit dem Waldjohler talein. Besagter Nikolausbrunnen entspringt im wilden Gewänd und soll vom hl. Nikolaus geschlagen worden sein, als er die Namloser Kinder bescherte. Wildheuer hören, wenn sie nachts auf dem Heuschober liegen, beim Einschlafen eine wunderschöne Musik, welche allmählich in der Ferne verstummt; man nennt sie die Hexenmusik. Ein Mann fand einmal auch eine zerbrochene Geige und nahm sie mit nach Hause; mit der Zeit kam ihm dieselbe nicht mehr geheuer vor und er verbrannte sie.
Sagen aus Tirol; Ignaz Zingerle (1891)


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