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Der Markversetzer bei Schattwald

In alter Zeit hörten auf der Oberen Wies eines Nachts drei Schwestern, die am Spinnrad saßen, in den „Lüs", das ist ein Teil der Felder östlich der Fraktion Wies, immer und immer wieder laut rufen: „Wo soll i's hi tu?“ Eines der drei jungen Mädchen, ein ganz übermütiges, riß trotz der Warnung der beiden anderen das Fenster auf und rief hinaus: „Tu's hi, wo's hea hosch!" Kurze Zeit darauf klopfte es am Fenster und nach dem Oeffnen sagte eine Stimme ganz nahe, obwohl kein Mensch zu sehen war, die Ruferin solle ihm (dem Geist) die Hand herausgeben, daß er ihr danken könne dafür, daß sie ihn erlöst habe. Er habe zu Lebzeiten Marken versetzt und habe schon lang umgehen müssen und rufen bis heute, wo er endlich eine Antwort bekommen habe.

Die Uebermütige reichte ihm aber vorsichtshalber statt der Hand die Kunkel hinaus, auf der dann, als sie diese hereinzog, alle fünf Finger des Geistes aufgebrannt zu sehen waren.


im Untermarkt
untermarkt, tabaktrafik, zitt, omnibus

Tannheimer Wahrzeichen
tannheim, gimpel, rote flüh, rotflüh

Votivkapelle
könig ludwig ii., votivkapelle st. ludwig, starnberger see, berg


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