Ort:
Bichlbach
Gedenkjahr:
1932
von Lähn
bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen
Aus: Außferner Bote vom 17. Aug. 1932
Lähn. Der ungefähr 25 Jahre alte Radfahrer Ernst Hosp aus Lähn stieß am Sonntag, den 14. ds. halb 6 Uhr früh, aus der Richtung Lähn kommend, in einer kleinen Kurve vor der Ortschaft mit einem Motorrade zusammen, das Josef Kainz, Geschäftsführer der Firma Jakob und Kainz in München lenkte, während auf dem Soziussitz der Münchener Architekt Max Ott saß. Das Motorrad kam aus Reutte und fuhr gegen Lermoos. Hosp wurde vom Rade geschleudert und erlitt einen Schädelbasisbruch, an dessen Folgen er im Spitale Kreckelmoos, wohin er vom Rettungswagen der Außerferner Freiwilligen Rettungsgesellschaft gebracht wurde, noch am gleichen Tage verschied, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Seine sterbliche Hülle wurde am Montag in die Heimat überführt und am Dienstag beerdigt. Da keine Augenzeugen vorhanden waren, konnte die Schuldfrage bis jetzt noch nicht geklärt werden. Hosp war vor ungefähr 4 Jahren mit 3 Kameraden unter eine Lawine gekommen. Zwei davon büßten bei diesem Unfalle das Leben ein. Auch Hosp wurde bei der damaligen Bergung anfangs für tot gehalten. Da bemerkte ein Mitglied der Rettungsmannschaft, daß der vermeintliche Tote plötzlich die Gesichtsfarbe wechselte. Daraufhin wurden Wiederbelebungsversuche angestellt und Hosp konnte auf diese Weise noch gerettet werden.
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