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Aus: Innsbrucker Nachrichten vom 15. Juni 1951 Sechzehnjähriger läßt nach einem schweren Verkehrsunfall das Opfer hilflos liegen
Am frühen Morgen des Donnerstag wurde in der Kurve beim Steinbruch Sintwag auf der Straße Reutte—Ehenbichl der 25jährige Metallarbeiter Franz Schweißgut aus Rieden, in einer Blutlache liegend, sterbend aufgefunden. In der Nähe lag sein schwer beschädigtes Kleinmotorrad, dessen Vorderrad durch einen Zusammenstoß plattgedrückt
war.
Ein Traktorfahrer, der den Schwerverletzten gegen 6 Uhr gefunden hatte, verständigte die Gendarmerie und das Rote Kreuz. Aerztliche Hilfe kam jedoch schon zu spät. Obwohl keine Zeugen des Unfalls vorhanden waren und Fahrerflucht offensichtlich war, konnte die Gendarmerie in kürzester Zeit den 16jährigen Walter Breschjak, Sohn eines Frächters aus Reutte, als an dem Unfall beteiligt, ausforschen. Der Sechzehnjährige wurde verhaftet. Nach den bisherigen Erhebungen war Schweißgut auf dem Wege zu seiner Arbeitsstätte im Metallwerk Plansee, als er mit dem Lastwagen des ohne Führerschein fahrenden Breschjak zusammenstieß. Ohne sich um den Verunglückten zu kümmern, fuhr Breschjak weiter zur Tränke, um Schotter aufzuladen. Etwa eine Viertelstunde später nahm er den Weg wieder am dem in den letzten Zügen liegenden Schwerverletzten vorbei, um nach Hause zu fahren.
Der Lastwagen wurde beschlagnahmt, da er Blutspuren des Unfalles trägt. Im Laufe des Vormittags nahm eine Gerichtskommission einen Lokalaugenschein am Unfallsort vor.
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