Sterbebilder

Wechner Ernst

Wechner Ernst

Ort:
Reutte

Gedenkjahr:
1934

Gendarmerie-Rayonsinspektor

Aus: Außferner Bote vom 7. März 1934
...geboren im abgelegenen Gebirgsdörfchen Mitteregg, Gemeinde Berwang, und schon von Jugend auf mit der Bergwelt, deren Strapazen und Gefahren vertraut, galt Rayonsinspektor Wechner stets als vorzüglicher Bergsteiger, dessen Leistungen kaum von einem anderen in den Schatten gestellt wurden. Beim Heere rückte er bis zum Oberjäger vor und machte auch in dieser Charge den Weltkrieg mit, wobei er sich für sein tapferes Verhalten mehrere Auszeichnungen holte, so die Verwundeten-Medaille, das Karl-Truppenkreuz und das eiserne Verdienstkreuz mit Krone. Seit 1919 diente er bei der Gendarmerie. Auch hier wurden ihm wiederholt Auszeichnungen und Anerkennungen zuteil.

Nach kurzer Dienstleistung beim Posten Vils wurde er am 25. November 1920 nach Reutte versetzt und blieb dort bis zu seinem Ableben. Der Heimgegangene hinterläßt seine Gattin und 3 Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren sowie mehrere Geschwister. Die Lücke, welche durch seinen Tod in die Familie gerissen wurde, wirkt sich dort umso bitterer aus, als Wechner neben den Aufgaben des Berufes die Sorge um die Seinen als Lebenszweck betrachtete und dieser Auffassung nach getreu handelte. So strenge der Heimgegangene mit sich selbst war, so herzensgut und zuvorkommend konnte er gegen seinem lieben Nächsten sein, ohne jedoch darin weiter zu gehen, als es seine Pflicht erlaubte.
Wer mit ihm näheren Umgang hatte, mußte ihn ob dieser Vorzüge schätzen und achten. Wievielen Anfängern im Skifahren, jung und alt, Einheimischen und Fremden, um nur ein Beispiel herauszugreifen, erwies er sich beim Erlernen der „weißen Kunst" behilflich, unentgeltlich und oft, ohne daß er vorerst von ihnen darum ersucht worden wäre!..

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