etwa ab Mitte des 14. Jahrhunderts war der Ottilienberg Standort eines Schlosses mit einer Kapelle - Ziel zahlreicher Ottilien-Wallfahrer
Abschrift Infotafel
Ottilienkirche Hörmanshofen
Bereits 1440 ist in der Chronik über die Kirche von einer uralten Wallfahrt die Rede. Ursprünglich war die Kirche dem Schloss zugehörig und diente den Besitzern als Schlosskapelle. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten mehrfach die Besitzer. Unter dem Patronatsherr Weißhihrer wurde die Kirche 1455 umgebaut, erneuert und zu Ehren der hl. Ottilia, hl. Katharina, hl. Christoph und des hl. Kreuzes geweiht.
1611 gelangte die Kirche an das Hochstift Augsburg.
Am 6. Juni 1632 wurde die Kirche bei den Verheerungen des Schwedenkrieges niedergebranntt und erst 27 Jahre später wieder aufgebaut.
1692 wurde die Kirche um 10 Meter nach Osten verlängert und 1711 eine Klausnerwohnung angebaut. Diese fiel der Säkularisation 1803 zum Opfer.
1897 wurde die Kirche schließlich restauriert und durch Luitpold Heim, Augsburg, neu ausgemalt.
Schloss Ottilienberg
Einstmals Befestigung und Siedlung vorgeschichtlicher Zeitstellung.
Das mittelalterliche Schloss wurde vermutlich im 16. Jahrhundert erbaut. Im Jahre 1545 kaufte Peter Gaisberg, Gerichtsherr zu Altdorf, Kirche und Behausung, Grund und Boden und die Vogtei mit allen Rechten. 1551 kam das Schloss an das Geschlecht der Benzenauer, 1610 an das Hochstift Augsburg.
Schwedische Banden steckten das Schloss und die Kirche am 6. Juni 1632 in Brand. Von 1680 bis 1690 restaurierte Philip von Remchingen den Schlossbau, wechselte dann aber mehrfach den Besitzer, bis er zuletzt wieder vom Hochstift Augsburg übernommen wurde.
Das Ende des Schlosses war tragisch und unrühmlich. 1763 überließ man das leerstehende Schloss heimatlosen und landfahrenden Leuten. Um sich dieser lästigen Gäste, die Raub und Brandschatzung mitbrachten, zu entledigen, kauften die umliegenden Bauern das Schloss 1786, um es abzubrechen.
Der damalige Benefiziat meinte:
"Um die lästigen Vögel los zu bekommen, scheint die Regierung mit unseren Bauern keinen besseren Rat gewusst zu haben, als das Nest zu zerstören"
Der Schlossbau wurde als äußerst nüchterner Bau bezeichnet und war nicht sonderlich ausgedehnt: 60 Fuß lang, 45 Fuß breit und zwei Stockwerke hoch.

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