Eisenberg

Zeitgenössische Zeichnung der Ruine Eisenberg von 1850
Friedrich von Freiberg wurde 1382 von Herzog Leopold von Österreich mit der Burg belehnt. Dieser Friedrich hatte auch ein Seelgerät für sich und seine Sippe als tägliche Messe in dem tirolischen Stift Stams, wie auch die Begräbnisstätte für seine Familie erworben.
Weitere Verbindungen nach Tirol stellte der Ritter Peter von Freiberg zu Eisenberg dar, welcher 1432 als Pfleger von Rattenberg im Inntal im Dienst des Bischofs von Augsburg stand. 1455 trat Peter dann in den Dienst Herzog Sigmunds von Österreich und öffnete diesem Fürsten während seiner fünfjährigen Dienstzeit auch die Feste Eisenberg.
Etwa um das Jahr 1500 wurde die Burg weiter ausgebaut, jedoch im Bauernkrieg 1524/25 beschädigt. Jedenfalls kam es 1525 abermals zu umfangreichen Baumaßnahmen, bei welchen auch die Mantelmauer auf ihre heute sichtbare Höhe hochgezogen wurde. Ab 1646 wurde die Burg aufgegeben und durch die Tiroler selbst niedergebrannt um den herannahenden Schweden und Franzosen keine Rückzugsmöglichkeit in diese Wehranlage zu ermöglichen (Politik der verbrannten Erde).
Hohenfreyberg

die Ruine Hohenfreyberg zu Beginn des 19. Jahrhunderts
nach einer Zeichnung von Quaglio
Da Friedrich die kleine Herrschaft und das Familienvermögen mit dem Bau über Gebühr belastete, waren auch seine Nachkommen gezwungen, den Besitz 1480 an die Tiroler zu verkaufen. Die Tiroler ließen zahlreiche Um- und Anbauten durch eingesetzte Pfleger verrichten, wodurch diese zu einer der größten Burgen in der Region wurde. Noch in den Jahren 1607-09 wurden rege Bautätigkeiten und ein massives Aufrüsten auf Hohenfreyberg verzeichnet, jedoch ereilte auch diese Burg 1646 das selbe Schicksal wie ihre gegenüberliegende Nachbarin: sie wurde von den Besitzern in Brand gesteckt.
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