Ort:
Reutte
Gedenkjahr:
1935
geb. Storf
Brauerei- und Gasthofbesitzergattin
Anna Beck (geborene Storf) baute gemeinsam mit ihrem Ehemann Adolf Beck den Gasthof und die Brauerei „Zur Rose“ in Reutte zu einem angesehenen Betrieb auf. Während ihrer Ehe gebar sie elf Kinder. Zwei starben jedoch in früher Jugend. Am 7. Februar 1932 feierte das Paar im Kreise von neun Kindern die Silberne Hochzeit.
Während des Ersten Weltkriegs musste ihr Mann zum bayrischen Reserveregiment an die Front. Anna Beck führte die Betriebe und die Versorgung der kleinen Kinder in dieser Zeit alleine weiter. Ein komplizierter Schienbeinbruch ihres Mannes während seines Heimaturlaubs zu Weihnachten 1917 fesselte ihn lange ans Bett, woraufhin sie die Betriebe mit doppelter Anstrengung weiterführte.
Durch unermüdlichen Fleiß wuchs der Wohlstand und das Ansehen der Familie stetig. Im Jahr 1934 erwarben sie zusätzlich das ehemalige
Café Reiter (später
Café Beck).
Im Januar 1934 musste sich Anna Beck aufgrund ihrer Erkrankung an Brustkrebs einer ersten schweren Operation unterziehen. Nur wenige Wochen später, am 14. März 1934, erlitt die Familie einen schweren Verlust, als der zweitjüngste
Sohn Heini bei einem tragischen Unglücksfall beim Spielen ums Leben kam.
Trotz ihrer fortschreitenden Krankheit und einer zweiten Operation zu Ostern 1935 kehrte sie immer wieder an ihren Arbeitsplatz in den Betrieben zurück. Schließlich erlag die von ihren Mitbürgern als unermüdlich und pflichtbewusst geschätzte Frau und Mutter ihrem Leiden.
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