Geschichte

Zweiter Weltkrieg

Der 'Anschluss' 1938 und die Etablierung der NS-Herrschaft im Außerfern (März 1938 - 1939)



Der 'Anschluss' 1938


rast
Mit dem „Anschluss“ im März 1938 und der schrittweisen Konsolidierung der Herrschaft veränderte sich das Gesicht der Grenzregion. Ein eindrückliches Dokument dieser Umbruchphase ist das Foto einer Funktionärsrast am 25. Mai 1938 bei Haller am Haldensee.

Im November 1938 folgte schließlich der offizielle Besuch des neu ernannten Gauleiters Franz Hofer im Konvoi über den Fernpass, wo er mit Spruchbändern und Fackelspalier empfangen wurde. Hofer betonte bei seiner Ansprache in Reutte die „Ordnung in den eigenen Reihen“ und drohte unmissverständlich an, das öffentliche und private Leben von „Verfallserscheinungen“ zu befreien.

Reichsarbeitsdienst - RAD


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das Reichsarbeitsdienstlager (RAD) bei Tannheim

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Besprechung der Lagerleitung des RAD
bei Tannheim / Kienzen

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Mädchen des RAD bei Höfen
Die Organisation des Arbeitsdiensts wurde unter der austrofaschistischen Administration unter Kanzler Engelbert Dollfuß ab Mitte Juni 1935 verpflichtend eingeführt und zum größten Teil zu gemeinnützigen Arbeiten herangezogen. Später unter NS-Leitung wurden diese als Reichsarbeitsdienstlager weitergeführt: "...alle jungen Deutschen beiderlei Geschlechts sind verpflichtet, ihrem Volk im Reichsarbeitsdienst zu dienen..."
Dieser Dienst war zunächst nur jungen Männern auferlegt, welche dazu für sechs Monate einberufen wurden. Bei Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichsarbeitsdienst aber auch auf die weibliche Jugend ausgedehnt.

Im Außerfern befanden sich solche Lager in:
  • Ehrwald (Silvester-Fink-Lager) - Hauptaufgabengebiet dieses Lagers war die Drainagierung des Moos zwischen Lermoos und Ehrwald

  • Lechaschau, im Juli 1933 noch als Lager des Freiwilligen Arbeitsdienstes eröffnet und für 50 Mann Besatzung ausgelegt

  • Tannheim, zwischen den Fraktionen Berg und Innergschwend - Verbauung und Begradigung der Vils bei Tannheim und Schutzbauten am Logbach bei Grän, Fussballplatz

  • Vils, als Lager des Freiwilligen Arbeitsdienstes eröffnet im Juli 1933 und für 70 Mann ausgelegt



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    BDM (Bund Deutscher Mädel) und Hitlerjugend


    Der Bund Deutscher Mädel war eine Untergruppe der Hitlerjugend. Während der Kriegsjahre wurden vielerorts Lager des BDM errichtet um für die meist in landwirtschaftlichen Betrieben tätigen Mädchen als Unterkunft zu dienen. Üblicherweise bestanden diese Behausungen lediglich aus einem betonierten Sockel und einer in Ständerbauweise darüber aufgebauten Baracke.

    Orte mit BDM-Lagern: Pinswang, Höfen, Tannheim und Ehrwald

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