Auf einem markanten Felssporn südlich oberhalb von Volders liegt das Himmelreich – einer der am besten erforschten rätischen Siedlungsplätze im Inntal. Wo heute noch teils dichte Nadelwälder die Kuppe bedecken, erstreckte sich in der Späteisenzeit (ca. 5. bis 1. Jahrhundert v. Chr.) ein befestigtes, dorfähnliches Zentrum der Fritzens-Sanzeno-Kultur.
Die Lage des Himmelreichs war strategisch ideal gewählt: Der gegen Norden steil abfallende Felssporn bot natürlichen Schutz vor Angreifern und ermöglichte den Bewohnern gleichzeitig einen sehr guten Überblick über das Geschehen im Inntal. Ergänzt wurde der natürliche Schutz durch massive Trockenmauern und Palisaden, die das gesamte Siedlungsareal sicherten.
Dr. Karl Stainer, ein Sohn der Lechtalerin Anna Stainer-Knittel, gilt als der eigentliche Erstentdecker des Gesamtensembles rund um das Himmelreich. Während die befestigte Höhensiedlung auf der Kuppe erst in den 1950er-Jahren freigelegt wurde, dokumentierte der engagierte Gemeindearzt bereits zwischen 1932 und 1948 die tiefer gelegenen Terrassen. Durch den voranschreitenden Steinbruchbetrieb drohten dort wertvolle Befunde unwiederbringlich verloren zu gehen. In akribischer Rettungsarbeit barg Stainer unzählige rätische Keramikscherben, verbrannte Knochen sowie Metallfunde und erbrachte damit als Erster den Nachweis eines vorgelagerten Brandopferplatzes.
Neben den physischen Rettungsbergungen nutzte Stainer seine vertrauensvolle Stellung als Mediziner, um bei der Bevölkerung gezielt Hinweise auf Flurnamen, Geländeauffälligkeiten und Mythen rund um den Himmelreich-Schrofen zu sammeln. Seine akribisch kartierte Privatsammlung bildete schließlich nicht nur den Grundstock für das spätere Museum Wattens, sondern lenkte das Interesse der Fachwelt überhaupt erst auf das Areal – und ebnete so den Weg für die großen Ausgrabungen unter Alfons Kasseroler.
Bei den archäologischen Ausgrabungen (u. a. durch Alfons Kasseroler in den 1950er-Jahren) wurden die Grundrisse mehrerer charakteristischer Rätischer Häuser freigelegt:
Hangarchitektur: Die Gebäude besaßen tief in den Fels eingegrabene Steinfundamente mit darüberliegenden Holzaufbauten.
Funktionalität: Eingesenkte Eingangskorridore hielten die Winterkälte ab. Die Innenräume dienten als Wohn- und Werkstätten, in denen Herdstellen, Webgewichte und Keramik zur Bevorratung von Speisen gefunden wurden.
Das Himmelreich stand in direkter Nachbarschaft zu den bedeutenden Brandopferplätzen und Gräberfeldern im Inntal (wie etwa jenes in Ampass-Demelfeld). Es war keineswegs ein isolierter Rückzugsort, sondern vielmehr ein Handwerkszentrum einer recht wohlhabenden Oberschicht.
Heute ist das Areal als Freilichtmuseum/Archäologischer Park aufbereitet und macht die eisenzeitliche Siedlungsstruktur für Besucher direkt im Gelände erlebbar.
Die Lage des Himmelreichs war strategisch ideal gewählt: Der gegen Norden steil abfallende Felssporn bot natürlichen Schutz vor Angreifern und ermöglichte den Bewohnern gleichzeitig einen sehr guten Überblick über das Geschehen im Inntal. Ergänzt wurde der natürliche Schutz durch massive Trockenmauern und Palisaden, die das gesamte Siedlungsareal sicherten.
Dr. Karl Stainer, ein Sohn der Lechtalerin Anna Stainer-Knittel, gilt als der eigentliche Erstentdecker des Gesamtensembles rund um das Himmelreich. Während die befestigte Höhensiedlung auf der Kuppe erst in den 1950er-Jahren freigelegt wurde, dokumentierte der engagierte Gemeindearzt bereits zwischen 1932 und 1948 die tiefer gelegenen Terrassen. Durch den voranschreitenden Steinbruchbetrieb drohten dort wertvolle Befunde unwiederbringlich verloren zu gehen. In akribischer Rettungsarbeit barg Stainer unzählige rätische Keramikscherben, verbrannte Knochen sowie Metallfunde und erbrachte damit als Erster den Nachweis eines vorgelagerten Brandopferplatzes.
Neben den physischen Rettungsbergungen nutzte Stainer seine vertrauensvolle Stellung als Mediziner, um bei der Bevölkerung gezielt Hinweise auf Flurnamen, Geländeauffälligkeiten und Mythen rund um den Himmelreich-Schrofen zu sammeln. Seine akribisch kartierte Privatsammlung bildete schließlich nicht nur den Grundstock für das spätere Museum Wattens, sondern lenkte das Interesse der Fachwelt überhaupt erst auf das Areal – und ebnete so den Weg für die großen Ausgrabungen unter Alfons Kasseroler.
Bei den archäologischen Ausgrabungen (u. a. durch Alfons Kasseroler in den 1950er-Jahren) wurden die Grundrisse mehrerer charakteristischer Rätischer Häuser freigelegt:
Hangarchitektur: Die Gebäude besaßen tief in den Fels eingegrabene Steinfundamente mit darüberliegenden Holzaufbauten.
Funktionalität: Eingesenkte Eingangskorridore hielten die Winterkälte ab. Die Innenräume dienten als Wohn- und Werkstätten, in denen Herdstellen, Webgewichte und Keramik zur Bevorratung von Speisen gefunden wurden.
Das Himmelreich stand in direkter Nachbarschaft zu den bedeutenden Brandopferplätzen und Gräberfeldern im Inntal (wie etwa jenes in Ampass-Demelfeld). Es war keineswegs ein isolierter Rückzugsort, sondern vielmehr ein Handwerkszentrum einer recht wohlhabenden Oberschicht.
Heute ist das Areal als Freilichtmuseum/Archäologischer Park aufbereitet und macht die eisenzeitliche Siedlungsstruktur für Besucher direkt im Gelände erlebbar.
Kommentare
Noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten!
Einen Kommentar hinterlassen