Auf der „Wacht", das ist die Anhöhe, die die Bundesstraße zwischen Lermoos und Biberwier durchschneidet, befindet sich am Scheitelpunkt der Straße das sogenannte „Wachtkrenz", mit dem es so seine eigene Bewandtnis hat.
Es mag wohl zur Zeit vor 300 Jahren gewesen, zur Pestzeit, als der schwarze Tod in unserer Gegend so fürchterlich hauste daß der Talkessel beinahe ausgestorben war, als trotz der Not der Zeit ein lustiges Faschingstreiben herrschte, wie ja überhaupt zu Zeiten der Not sich das Volk durch Sinnestaumel zu betäuben versucht. In der letzten Faschingswoche nun zogen 12 Lermooser Masken nach dem nahen Biberwier, wo sie sich bis in die Morgenstunden aufhielten und dann nach der durchtanzten und durchzechten Nacht den Heimweg antraten. Als die lustige Schar auf der Höhe bei der Wacht angekommen war, zählte einer der Maskerer im Scherz die Gruppe ab, um zu sehen ob alle da seien. Zu seiner nicht geringen Bestürzung gewahrte er nun 13 Männer, statt der ausgezogenen 12. Seine Begleiter wurden auf das sonderbare Gehaben des einen aufmerksam und fragten ihn was er habe. Mit stockender Stimme gab er seine Wahrnehmung zum Besten und alle zählten und brachten ebenfalls die Zahl 13 zusammen, obwohl jeder wußte, daß nur 12 Burschen dabei sein konnten. Einer kam auf den Gedanken, es müsse der Teufel in ihrer Runde sein. Alle waren von dieser Annahme überzeugt und sie gelobten an der Stelle, wo sie sich befanden, ein Kreuz zu errichten, und nie mehr maskiert Mummenschanz aufzuführen. Siehe da, als das Gelübde getan war, ergab die Nachzählung wieder 12 Masken. Seit damals steht das Kreuz auf der „Wacht" und wird von den Nachkommen betreut. Seit dieser Zeit ist auch das "Maskern" in Lermoos in Verruf gekommen und heute noch wagt es kein Lermooser, im Gegensatz zu dem lustigen Faschingstreiben im benachbarten Ehrwald, sich in den Faschingstagen maskiert zu zeigen, wenn er nicht an das alte Gelübde seiner Vorfahren erinnert werden will.
Es mag wohl zur Zeit vor 300 Jahren gewesen, zur Pestzeit, als der schwarze Tod in unserer Gegend so fürchterlich hauste daß der Talkessel beinahe ausgestorben war, als trotz der Not der Zeit ein lustiges Faschingstreiben herrschte, wie ja überhaupt zu Zeiten der Not sich das Volk durch Sinnestaumel zu betäuben versucht. In der letzten Faschingswoche nun zogen 12 Lermooser Masken nach dem nahen Biberwier, wo sie sich bis in die Morgenstunden aufhielten und dann nach der durchtanzten und durchzechten Nacht den Heimweg antraten. Als die lustige Schar auf der Höhe bei der Wacht angekommen war, zählte einer der Maskerer im Scherz die Gruppe ab, um zu sehen ob alle da seien. Zu seiner nicht geringen Bestürzung gewahrte er nun 13 Männer, statt der ausgezogenen 12. Seine Begleiter wurden auf das sonderbare Gehaben des einen aufmerksam und fragten ihn was er habe. Mit stockender Stimme gab er seine Wahrnehmung zum Besten und alle zählten und brachten ebenfalls die Zahl 13 zusammen, obwohl jeder wußte, daß nur 12 Burschen dabei sein konnten. Einer kam auf den Gedanken, es müsse der Teufel in ihrer Runde sein. Alle waren von dieser Annahme überzeugt und sie gelobten an der Stelle, wo sie sich befanden, ein Kreuz zu errichten, und nie mehr maskiert Mummenschanz aufzuführen. Siehe da, als das Gelübde getan war, ergab die Nachzählung wieder 12 Masken. Seit damals steht das Kreuz auf der „Wacht" und wird von den Nachkommen betreut. Seit dieser Zeit ist auch das "Maskern" in Lermoos in Verruf gekommen und heute noch wagt es kein Lermooser, im Gegensatz zu dem lustigen Faschingstreiben im benachbarten Ehrwald, sich in den Faschingstagen maskiert zu zeigen, wenn er nicht an das alte Gelübde seiner Vorfahren erinnert werden will.
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