Dokumentation

Chronik der Region

und ihrem Umfeld

Überblick Chronik - Zeitstrahl historischer Begebenheiten

Noch lange vor dem Auftreten des Menschen wurde das Außerfern über Erdzeitalter hinweg durch ein subtropisches Korallenmeer geprägt, dessen fossile Sedimente die heutige Gebirgswelt bildeten, bevor alpine Gletscherströme und gewaltige Felsstürze wie am Fernpass die Landschaft in ihren Grundzügen formten.

Das Außerfern in der Erdgeschichte

erdgeschichte

Nach dem Rückzug der eiszeitlichen Gletschermassen wandelte sich die alpine Landschaft drastisch und bot steinzeitlichen Nomadengruppen relativ reichhaltige Jagd- sowie Sammelgebiete.

In dieser Epoche bildete das Gebiet vorrangig einen Transitraum, in dem ertragreiche Silex- und Radiolaritvorkommen wie am Rothornjoch für die Werkzeugherstellung systematisch abgebaut wurden.

Nacheiszeit

Während sich in der Jungsteinzeit erste bäuerliche Siedlungskulturen vor allem im fruchtbaren Voralpenland niederließen, dienten die inneralpinen Pfade weiterhin als Wege für den Fernhandel und die frühzeitige Alpwirtschaft.

Steinzeit

Mit dem Anbruch der Bronzezeit intensivierte sich der transalpine Waren- und Kulturaustausch, was sich in zahlreichen Votivfunden wie bronzenen Lanzenspitzen und Beilen an exponierten Pässen und Höhenwegen widerspiegelt.

Neben der Erschließung lokaler Kupfervorkommen zeugen frühe Infrastrukturbauten wie Bohlen- und Prügelwege von einer zunehmenden technischen Bewältigung der unwegsamen Fluss- und Moorlandschaften.

Bronzezeit

In der Eisenzeit fungierte die Region als Nahtstelle sowie Grenzraum zwischen den keltischen Vindelikern im flacheren Norden und den rätischen Stämmen im inneralpinen Süden.

Obwohl die unwegsamen Täler des Außerferns von den Kelten hauptsächlich als Saisonalweiden und Transitrouten genutzt wurden, zeugen Funde wie Brandopferplätze von einer dauerhaften kulturellen Präsenz im Bergland.

Eisenzeit

Die militärische Eroberung durch die Römer ab 15 v. Chr. leitete eine systematische infrastrukturelle Erschließung ein, deren herausragendstes Meisterwerk die Via Claudia Augusta als verlässliche Ganzjahresstraße bildete.

Entlang dieser Heeres- und Handelsstraße entstand ein dichtes Netz aus Raststationen und Stützpunkten, das die Topographie der Region nachhaltig prägte und den Grundstein für spätere Ansiedlungen legte.

Römerzeit

Nach dem Kollaps der römischen Herrschaft und den klimatischen Krisen des Frühmittelalters nutzten neu zuwandernde Alamannen die verbliebenen Verkehrswege und alten Höhensiedlungen, wodurch sich schließlich die Keimzelle der modernen Besiedelung formierte.

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