Die Allgäuer Voralpenlandschaft ist reich an historischen Monumenten, doch nicht alle offenbaren sich dem Betrachter auf den ersten Blick durch aufragende Mauern oder weithin sichtbare Ruinen. Ein eindrucksvolles Beispiel für ein solches „verborgenes“ Denkmal ist der Burgstall Wildberg auf dem Gemeindegebiet von Görisried im Landkreis Ostallgäu. Nordöstlich des heutigen Weilers Wildberg gelegen, verbergen sich hier im dichten Unterholz des Kemptener Waldes einzelne Spuren des mittelalterlichen Befestigungswesens.
Aus archäologischer Sicht wird die Anlage als Burgstall bzw. als Wallburg klassifiziert. Dies bedeutet, dass die einstigen oberirdischen Bauten aus Stein und Holz im Laufe der Jahrhunderte vollständig abgegangen sind. Was dem geschulten Auge heute bleibt, sind die teils aufwändigen Erdarbeiten unserer Vorfahren: Künstlich abgeböschte Hänge, tiefe Grabenstrukturen und künstlich eingeebnete Plateaus prägen das ansonsten wellige Relief des Waldbodens.
Obwohl detaillierte Schriftquellen zur Anlage rar sind, lässt sich der historische Kontext über die Regionalgeschichte rekonstruieren. Die Besiedlung des Raumes reicht weit zurück; so ist bereits für das 12. Jahrhundert ein Rechtsstreit „am Rothwasser bei Wildberg“ dokumentiert. Die Anlage befand sich in einer strategisch sensiblen Grenzzone, in der das Fürststift Kempten, das Hochstift Augsburg und das Kloster St. Mang zu Füssen um Einfluss und Rodungsrechte rangen. In diesem Gefüge erfüllte die Befestigung vermutlich die Funktion eines lokalen Edelsitzes, eines sicheren Zufluchtsortes in Krisenzeiten oder einer Kontrollstation zur Überwachung alter Verbindungswege nahe der Wertach.
Aus archäologischer Sicht wird die Anlage als Burgstall bzw. als Wallburg klassifiziert. Dies bedeutet, dass die einstigen oberirdischen Bauten aus Stein und Holz im Laufe der Jahrhunderte vollständig abgegangen sind. Was dem geschulten Auge heute bleibt, sind die teils aufwändigen Erdarbeiten unserer Vorfahren: Künstlich abgeböschte Hänge, tiefe Grabenstrukturen und künstlich eingeebnete Plateaus prägen das ansonsten wellige Relief des Waldbodens.
Obwohl detaillierte Schriftquellen zur Anlage rar sind, lässt sich der historische Kontext über die Regionalgeschichte rekonstruieren. Die Besiedlung des Raumes reicht weit zurück; so ist bereits für das 12. Jahrhundert ein Rechtsstreit „am Rothwasser bei Wildberg“ dokumentiert. Die Anlage befand sich in einer strategisch sensiblen Grenzzone, in der das Fürststift Kempten, das Hochstift Augsburg und das Kloster St. Mang zu Füssen um Einfluss und Rodungsrechte rangen. In diesem Gefüge erfüllte die Befestigung vermutlich die Funktion eines lokalen Edelsitzes, eines sicheren Zufluchtsortes in Krisenzeiten oder einer Kontrollstation zur Überwachung alter Verbindungswege nahe der Wertach.



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