Aus: Außferner Bote vom 4. Juni 1932
Außerfern nahm in verschiedenen Kriegsperioden rühmlich Anteil an der Verteidigung des Vaterlandes. In den Jahren 1797, 1799 und 1809 finden wir die Schützen aus dem Bezirke im tapferen Kampfe gegen den Feind. Auch im Weltkriege haben die 2 Standschützenbataillone heldenhaft gefochten an verschiedenen Stellen im südlichsten Teile Tirols.
Unter den Führern der Schützen in den Jahren 1797, 1799 und 1809 ragt besonders der Schützenhauptmann Johann Georg Schuler von Elbigenalp hervor. Im Jahre 1797 befehligte er die Lechtaler Schützenkompagnie, ebenso im Jahre 1799 im Verein mit Hauptmann Ulseß, gleichfalls aus Elbigenalp. Die Lechtaler Schützen standen damals im oberen Paznaun und zeichneten sich durch zähen Kampf am 22. April des genannten Jahres bei Remiß im Engadin unter seiner Führung aus. Im Jahre 1809 finden wir ihn an der Spitze seiner Schützen bei einem Vorstoß nach Kempten. Am 3. Mai 1809 erhielt er von Major Teiner, k. k. Oberkommandant der Tiroler Landesdefension nachstehende offene Order von der Feldstation Vils und eine zweite noch am gleichen Tage von der Feldstation Füssen: 1. Auf ausdrücklichen Befehl Sr. Exzellenz des k. und k. Feldmarschlieutenants v. Chasteler, Kommandanten des 8. Oesterr. Armeekorps in Tirol hat die Hauptstadt des Illerkreises Kempten dem Vorzeiger dieses, Herrn Landesdefensions-Commandanten Johann Georg Schueler, binnen 2 Stunden Zeit folgende Contribution zu verabfolgen, als: "an Gewehren 1500 Stk. Stutzen oder Musqueten." 2. "An Herrn Major von Schueler, Der Herr Major werden durch dieses nochmals erinnert, nicht zu vergessen, die in Kempten sich befindlichen 1500 Gewehre und alles nur vorhandene Arialeigenthum an sich zu ziehen. Es kann auch im Verweigerungsfalle der Stadt mit Abbrennen gedroht werden, welches jedoch auf gar keinen Fall befolgt werden darf. Die Kisten sind mit IA bezeichnet."
Johann Georg Schuler erreichte besonders durch seine Klugheit und Umsicht mehr, als mancher andere durch Mut und Draufgängertum. Er genoß großes Vertrauen und Ansehen bei den obersten Stellen, besonders aber bei seinen Schützen. Schuler erblickte am 18. August 1763 das Licht der Welt und starb am 24. Jänner 1831. Im Sterbebuch scheint er als k. k. Leutnant und als Landesschützenmajor von 1809 auf. Seine Eltern waren Josef Anton Schuler, Gastwirt und Barbara Scheidlerin. Seine zwei Brüder Johann und Michel waren zu dieser Zeit in Frankreich beim Militär. Ihr Oberst war Prinz Max von Bayern, der nachmalige König. Auch Johann Georg diente etwas früher daselbst als Soldat.
In der stimmungsvollen Weinstube des Gasthofes zur Goldenen Glocke in Reutte finden wir ein gelungenes Porträt dieses hervorragenden Lechtalers unter den Bildern anderer bedeutender Männer des Bezirkes.
Außerfern nahm in verschiedenen Kriegsperioden rühmlich Anteil an der Verteidigung des Vaterlandes. In den Jahren 1797, 1799 und 1809 finden wir die Schützen aus dem Bezirke im tapferen Kampfe gegen den Feind. Auch im Weltkriege haben die 2 Standschützenbataillone heldenhaft gefochten an verschiedenen Stellen im südlichsten Teile Tirols.
Unter den Führern der Schützen in den Jahren 1797, 1799 und 1809 ragt besonders der Schützenhauptmann Johann Georg Schuler von Elbigenalp hervor. Im Jahre 1797 befehligte er die Lechtaler Schützenkompagnie, ebenso im Jahre 1799 im Verein mit Hauptmann Ulseß, gleichfalls aus Elbigenalp. Die Lechtaler Schützen standen damals im oberen Paznaun und zeichneten sich durch zähen Kampf am 22. April des genannten Jahres bei Remiß im Engadin unter seiner Führung aus. Im Jahre 1809 finden wir ihn an der Spitze seiner Schützen bei einem Vorstoß nach Kempten. Am 3. Mai 1809 erhielt er von Major Teiner, k. k. Oberkommandant der Tiroler Landesdefension nachstehende offene Order von der Feldstation Vils und eine zweite noch am gleichen Tage von der Feldstation Füssen: 1. Auf ausdrücklichen Befehl Sr. Exzellenz des k. und k. Feldmarschlieutenants v. Chasteler, Kommandanten des 8. Oesterr. Armeekorps in Tirol hat die Hauptstadt des Illerkreises Kempten dem Vorzeiger dieses, Herrn Landesdefensions-Commandanten Johann Georg Schueler, binnen 2 Stunden Zeit folgende Contribution zu verabfolgen, als: "an Gewehren 1500 Stk. Stutzen oder Musqueten." 2. "An Herrn Major von Schueler, Der Herr Major werden durch dieses nochmals erinnert, nicht zu vergessen, die in Kempten sich befindlichen 1500 Gewehre und alles nur vorhandene Arialeigenthum an sich zu ziehen. Es kann auch im Verweigerungsfalle der Stadt mit Abbrennen gedroht werden, welches jedoch auf gar keinen Fall befolgt werden darf. Die Kisten sind mit IA bezeichnet."
Johann Georg Schuler erreichte besonders durch seine Klugheit und Umsicht mehr, als mancher andere durch Mut und Draufgängertum. Er genoß großes Vertrauen und Ansehen bei den obersten Stellen, besonders aber bei seinen Schützen. Schuler erblickte am 18. August 1763 das Licht der Welt und starb am 24. Jänner 1831. Im Sterbebuch scheint er als k. k. Leutnant und als Landesschützenmajor von 1809 auf. Seine Eltern waren Josef Anton Schuler, Gastwirt und Barbara Scheidlerin. Seine zwei Brüder Johann und Michel waren zu dieser Zeit in Frankreich beim Militär. Ihr Oberst war Prinz Max von Bayern, der nachmalige König. Auch Johann Georg diente etwas früher daselbst als Soldat.
In der stimmungsvollen Weinstube des Gasthofes zur Goldenen Glocke in Reutte finden wir ein gelungenes Porträt dieses hervorragenden Lechtalers unter den Bildern anderer bedeutender Männer des Bezirkes.
Hans von der Trisanna
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