Aus: Außferner Bote vom 7. Mai 1932
Heute sind es 150 Jahre her, seitdem der Heilige Vater Papst Pius VI. vom Schönerhause aus dem Volke in Reutte seinen Segen erteilt hat. Papst Pius VI. war tagszuvor im Kloster St. Mang in Füssen abgestiegen. Ueber den hiesigen Aufenthalt des Heiligen Vaters berichtet heute noch eine Gedenktafel, die über dem Balkon des Schönerhauses angebracht ist. Im „Füssener Blatte" schreibt H. Keller solgendes über den Besuch der Stadt Füssen durch diesen höchsten Kirchenfürsten:
Mit dem heutigen Tage sind 150 Jahre verflossen, daß Papst Pius VI. in Füssen weilte. Auf seiner Rückreise von Wien, woselbst der Genannte über Ostern des Jahres 1782, im ganzen 4 Wochen weilte, kam er einige Tage nach München zum Besuche des Kurfürsten und fuhr von dort nach Augsburg, wo er am 2. Mai ankam und bis 4. weilte. Er wurde dort mit hohen Ehren empfangen, selbst der protestantische Teil der Bevölkerung ließ es sich nicht nehmen, dem fremden Fürsten, dem feinen Humanisten und großen Kenner und Förderer der Kunst seine Huldigung darzubringen. Bis zum 4. Mai dauerte der Aufenthalt des Papstes in Augsburg, dann ging die Reise weiter über Füssen nach Rom.
Dörfler schildert in seinem Buche „Ein Papst fährt durch Schwaben" (erschienen bei Kösel und Pustet in München) eingehend diese Reise. Von Augsburg bis Schwabmünchen stand das Volk in ununterbrochener Reihe Spalier und empfing kniend den Segen des Papstes. Am 6. Mai erreichte der Papst mit seinem Gefolge Füssen, woselbst er im Kloster St. Mang Absteigequartier nahm. Die Zimmer, welche Papst Pius damals bewohnte, heißen noch heute die Papstzimmer.
Bei dem Einzuge des Kirchenfürsten waren alle Straßen der Stadt von Fremden überfüllt. In den Vorstädten übernachteten Leute sogar auf den Hausdächern, so daß man deren Einsturz befürchtete. Der Hutler-, jetzt Kalvarienberg, war wie übersät von Menschen. Auch andere vornehme Menschen waren hier anwesend, unter andern: Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Trier, Bischof von Augsburg, der Fürstabt von St. Gallen, der Fürstabt von Kempten, viele Prälaten, Grafen usw.
Bei der Besichtigung der St. Magnuskirche ließ der Papst eine Zeichnung von der Rotunde des Hochaltars aufnehmen.
Am 7. Mai erfolgte die Abreise Pius VI. nach Tirol. In seiner Begleitung befand sich bis zur Grenze der Diözese der Bischof Klemens Wenzeslaus von Augsburg.
Heute sind es 150 Jahre her, seitdem der Heilige Vater Papst Pius VI. vom Schönerhause aus dem Volke in Reutte seinen Segen erteilt hat. Papst Pius VI. war tagszuvor im Kloster St. Mang in Füssen abgestiegen. Ueber den hiesigen Aufenthalt des Heiligen Vaters berichtet heute noch eine Gedenktafel, die über dem Balkon des Schönerhauses angebracht ist. Im „Füssener Blatte" schreibt H. Keller solgendes über den Besuch der Stadt Füssen durch diesen höchsten Kirchenfürsten:
Mit dem heutigen Tage sind 150 Jahre verflossen, daß Papst Pius VI. in Füssen weilte. Auf seiner Rückreise von Wien, woselbst der Genannte über Ostern des Jahres 1782, im ganzen 4 Wochen weilte, kam er einige Tage nach München zum Besuche des Kurfürsten und fuhr von dort nach Augsburg, wo er am 2. Mai ankam und bis 4. weilte. Er wurde dort mit hohen Ehren empfangen, selbst der protestantische Teil der Bevölkerung ließ es sich nicht nehmen, dem fremden Fürsten, dem feinen Humanisten und großen Kenner und Förderer der Kunst seine Huldigung darzubringen. Bis zum 4. Mai dauerte der Aufenthalt des Papstes in Augsburg, dann ging die Reise weiter über Füssen nach Rom.
Dörfler schildert in seinem Buche „Ein Papst fährt durch Schwaben" (erschienen bei Kösel und Pustet in München) eingehend diese Reise. Von Augsburg bis Schwabmünchen stand das Volk in ununterbrochener Reihe Spalier und empfing kniend den Segen des Papstes. Am 6. Mai erreichte der Papst mit seinem Gefolge Füssen, woselbst er im Kloster St. Mang Absteigequartier nahm. Die Zimmer, welche Papst Pius damals bewohnte, heißen noch heute die Papstzimmer.
Bei dem Einzuge des Kirchenfürsten waren alle Straßen der Stadt von Fremden überfüllt. In den Vorstädten übernachteten Leute sogar auf den Hausdächern, so daß man deren Einsturz befürchtete. Der Hutler-, jetzt Kalvarienberg, war wie übersät von Menschen. Auch andere vornehme Menschen waren hier anwesend, unter andern: Kurfürst Clemens Wenzeslaus von Trier, Bischof von Augsburg, der Fürstabt von St. Gallen, der Fürstabt von Kempten, viele Prälaten, Grafen usw.
Bei der Besichtigung der St. Magnuskirche ließ der Papst eine Zeichnung von der Rotunde des Hochaltars aufnehmen.
Am 7. Mai erfolgte die Abreise Pius VI. nach Tirol. In seiner Begleitung befand sich bis zur Grenze der Diözese der Bischof Klemens Wenzeslaus von Augsburg.
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