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Ein Bahnprojekt mittels einer Schmalspurbahn zum Gipfel der Zugspitze wird angedacht. Schon bald folgen Auseinandersetzungen zwischen den Zugspitzgemeinden Ehrwald und Garmisch-Partenkirchen
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Eine Steiganlage zum Thaneller wird in Planung gestellt, vorerst fehlen aber die finanziellen Mittel. Erst 1908 unternahm Werner Riezler die notwendigen Arbeiten um den Steig schaffen zu können. Er organisiert Arbeiter, besorgte das Material und erledigte die Markierung. Ende September 1908 erfolgte schließlich die Fertigstellung
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Am 12. Januar wird im Abgeordnetenhaus der Antrag auf Errichtung der Fernbahn abgewiesen, eine Subventionierung der Bahnstrecke Reutte-Ehrwald-Garmisch jedoch bewilligt
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Aus Ehrwald wird am 2. Februar eine Schneehöhe von 3,65 Metern gemeldet. Bei Zöblen werden von einer Lawine 15 gefüllte Heustadel zerstört
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Das Elektrizitätswerk Reutte vergrößert seinen Anlagenpark. Zu den 2 bestehenden 1000-PS-Turbinen gesellt sich eine 3. hinzu
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Am 12. März tobt ein heftiger Schneesturm über dem Außerfern. Die Zugänge zu mehreren Seitentälern sind nicht mehr passierbar und ihre Bewohner eingeschlossen. Am neu erbauten Alpenhotel Ammerwald wird durch die hohe Schneelast das Dach eingedrückt
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Ein schneereicher Winter hinterlässt Schäden und kostete viel Mühe
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Am 6. April befinden sich 30 dalmatische Arbeiter am Flexenpass - sie wollen zum Straßenbau ins Lechtal, als sie von einer Lawine überrascht werden - der 20jährige Mate Sakic wird mitgerissen und getötet
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Im Zuge einer Ausrückung der Bichlbacher Musikkapelle berichtet am 1. Mai der Chronist: "...die Zäune standen so tief im verharschten Schnee, dass die Musikanten ungehindert darüber marschieren konnten..."
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Am 22. Mai wird mit dem 'Ausstecken' der neuen Bahntrasse zwischen Griesen und Reutte begonnen. Je zwei Arbeitertrupps arbeiten sich von genannten Punkten an aufeinander zu und sollen sich dann in Lähn treffen
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Bei Lechaschau geraten während dem Grasmähen die beiden Söhne (14 und 17 Jahre) des Bäckermeisters Höckler in Streit, woraufhin der ältere dem jüngeren von hinten mit der Sense in die Kniebeuge fährt und sämtliche Muskeln, Sehnen und Adern durchtrennte. Der 14-jährige verstarb durch den hohen Blutverlust nach drei Stunden
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Die Verbindungsstraße Ehrwald - Griesen - Garmisch-Partenkirchen wird für den Automobilverkehr freigegeben
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Am 4. September entbrennt in einer Privatwohnung beim "Bräuhäusler" in Reutte ein Streit. Alois Koch erhält von seinem Vater Josef Jäger einen Schlag in das Gesicht, woraufhin dieser ausrastet und den Vater attackiert. Der versucht sich mit einem Taschenmesser zur Wehr zu setzen, woraufhin Franz Jäger dazwischen geht. Koch versetzt Franz Jäger mehrere wuchtige Hiebe mit einem Lötkolben auf den Kopf, woraufhin dessen Schädeldecke zerschmettert wird und er wenige Stunden später verstirbt
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Die im Jahr zuvor gegründete Alpenvereinssektion Holzgau des Österreichischen Alpenvereins hat eine Schutzhütte an der Lechtaler Wetterspitze errichtet. Später wird man diese Schutzhütte als Simmshütte kennen
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In Jungholz wird ein Verein der freiwilligen Feuerwehr gegründet
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In Pinswang brennt das Anwesen des Longinus Kaiser (Hausname Gines) bis auf die Grundmauern ab
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Der Brauereibesitzer Lumper in Häselgehr verkauft seine Brauerei an die Aktienbrauereigesellschaft in Reutte
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In der zu Elbigenalp gehörigen Ortschaft Untergiblen vereinigen sich mehrere Gutsbesitzer zum Bau einer Hochdruckwasserleitung - die erste im Lechtal
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Brandereignis am Anwesen der Familien Tripp und Biber am 16. Dezember in Höfen