Alpin

Gehrenalpe

Tannheimer Berge

Gehrenalpe
die Gehrenalpe im Frühwinter

Talort: Wängle
Höhe: 1611 m


Schwierigkeitsgrad T1-2

"Charakter Durchgängiger Pfad. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen Anforderung Etwas Trittsicherheit ratsam. Trekkingschuhe sind empfehlenswert. Elementares Orientierungsvermögen"

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Wege, Pfade und Routen

Von Winkl bei Wängle auf Fuß- und Forstwegen über das Luchseries (Loxeries; einem ehemaligen Hütten- bzw. Alpstandort) zu der Gehrenalpe.

Geschichte und Sonstiges

Aus: Außferner Bote vom 4. Feb. 1933
Wängle. Das Schmerzenskind unserer Gemeinde ist die Gernalpe. Bekanntlich befinden sich dort noch die alten Sennhütten mit den kleinen, zum Teil veralteten Sennbetrieben der verschiedenen Besitzer, die über den Sommer ihr Vieh dort haben. Das wäre an und für sich nicht so schlimm, das Hauptübel ist, das die eine und andere Hütte derart baufällig ist, das weder Tiere noch Menschen sie beziehen können; infolgedessen kann nur mehr ein kleiner Viehstand aufgetrieben werden, die Weideplätze sind nicht genügend ausgenützt, und verborsten von Jahr zu Jahr mehr. Da die Gernalpe als eine der besten unserer Umgebung gilt, wäre es höchste Zeit hier nach dem Rechten zu sehen.

Aus: Außferner Bote vom 7. Okt. 1933
Wängle. Die Gernalpe, deren Sennereieinrichtung bis vor kurzem alles eher als neuzeitlich war, soll nun an Stelle der vier alten eine große, moderne Sennhütte erhalten, wie wir sie seit einigen Jahren auf der Hochfeldalpe besitzen. Zu diesem Zwecke wurden, wie man hört, von der Regierung 3000 Tagschichten für die produktive Arbeitslosenfürsorge bewilligt, wozu dann noch eine geldliche Unterstützung kommen soll. Mit den Vorarbeiten sind an Ort und Stelle bereits fünfzehn Mann beschäftigt. So erfreulich diese Zuschüsse sind, so muß man doch damit rechnen, daß einige tausend unbezahlter Fronschichten aus der Gemeinde dazu kommen müssen.

Aus: Außferner Bote vom 15. Aug. 1934
Wängle. Im großen Arbeitsbeschaffungsprogramm des ermordeten Kanzlers Dr. Dollfuß wurde auch hier in produktiver Arbeit neben anderen im letzten Herbste mit dem Baue einer größeren modernen Sennhütte auf der Gerenalpe nach den Plänen des Landeskulturrates begonnen, die nun dank der Landes- und Staatsbeiträge unter Dach ist. Sie mißt 28 Meter in der Länge und 12 Meter in der Breite. Dieses Ausmaß erforderte eine größere Materialbewegung, da der Hang ziemlich steil ist. Grund- und Betonarbeiten leitete Gemeinderat Karl Dreer, der jetzt mit einigen anderen Arbeitern an der Glocknerstraße Arbeit fand. Die Zimmermannsarbeiten führt in gewohnt exakter Form Zimmermeister Martin Hosp in Reutte aus, ein gebürtiger Wängler. Trotz der oft schwierigen Bearbeitung und Transportes des Holzes kamen nur zwei leichtere Unfälle vor. Bis 1935 wird die Hütte benützbar. So war letzten Freitag eine kleine Hebweinfeier im Gasthof Bürgermeister Singer-Amann, der sich um das Zustandekommen dieser und manch anderer Arbeit mit Staats- und Landesmitteln seit Monaten bemüht, selbst öftere Fahrten nach Innsbruck zu persönlicher Vorsprache nicht scheute. Die Gemeinde kommt so durch verhältnismäßig geringe Beiträge zu einer modernen billigen und schön gelegenen Sennhütte. Das Wasser liefert sehr günstig eine frische starke Quelle ca. 70 Meter oberhalb der Hütte. Im Ganzen ein Werk für dessen Erstehung Herrn Bürgermeister Singer der allgemeine Dank gebührt.

Bergansichten

gehrenalpe, wängle

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Schlüsselwörter: gehrenalpe, gehrenspitze, wängle, gehrenjoch, schneid, bleisele, pleisele, luchseries, loxeries

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