Wege und Pfade
Tourenbericht von Kauk vom 15. Mai 2013Als Anschluss-Tour an die Kackenköpfe:
Gegenüber des Parkplatzes führt ein kurzer Feldweg nach Südwesten in die Wiesenflächen hinein. Ihm folgt man, bis relativ unscheinbar nach rechts ein Forstweg abzweigt. Man erkennt ihn in der Wiese kaum, im Sommer vermutlich noch schlechter. Jedoch geht es definitiv rechts die Wiese zum Waldrand hoch. Hier wird der Weg auch sofort wieder ausgeprägt (Situation bei Google Maps gut zu überblicken). Nun den Weg aufwärts, bis er nach links wegknickt, jedoch geht auch geradeaus eine gerade, grasige Fläche weiter, der Weg in den Gattertobel. Nach dem Gras ist der Weg wieder gut sichtbar. Der Weg führt noch eine Weile in seiner Breite weiter, erst hoch, dann leicht fallend. Nach einer Freifläche (vermutlich Schussschneise) wird er zum Pfad. Insgesamt orientiert sich der Weg nun immer in grob westlicher Richtung oberhalb des Gatterbaches und verläuft meist geradeaus auf dessen Südseite. Erst auf ca. 1390 Meter muss man den Bach auf die Nordseite queren. Kurze Zeit später verlässt man den Wald. In den anschließenden Weideflächen wird es etwas schwieriger dem Weg zu folgen. Ich meine der Weg verläuft weiter entlang des Baches, auf welcher Seite konnte ich nicht mit Sicherheit feststellen, da irgendwann der Weg vermutlich unter Schnee verschwunden war.
Man kann aber nichts falsch machen, solange man weiter in Richtung des Sattels (1567 m) zwischen Gatterkopf und Unteren Gottesackerwänden geht. Den Sattel erreicht man vorbei an der verfallenen Oberen Gatteralpe. Im Sattel steht ein alter Wegweiser, von ihm direkt nach Norden in die Südflanke des Gatterkopfs (1659 m). Im Westen ist dieser Flankenabschnitt von einem Felsriegel begrenzt, der zwei Einschnitte hat. Am besten überwindet man ihn durch den oberen. Danach teilweise auf Pfadspuren und über Felsblöcke aufwärts, es ist möglich den Gipfel mit etwas Geschick ohne Tannenkriecherei zu erreichen. Oben warten ein Kreuz aus dem Jahr 2010 und ein Gipfelbuch.
Als kleine Zugabe bin ich dann noch schnell rüber zum Rohrmooser Hörnle, dem höchsten Punkt im Kamm. Hierzu nur eine kurze Info (Variante siehe siehe unten). Man geht zurück in den Sattel, steigt Richtung Rohrmoos auf und quert in die Südflanke, bevor man die kleine Scharte unter dem Gatterkopf erreicht. Meist nützt es, wenn man sich 10-20 Meter unter der Grathöhe hält. Der Übergang sollte ohne große Schwierigkeiten (Trittsicherheit und Erfahrung im Weglosbergsteigen vorausgesetzt) gelingen, dann ist man richtig. Den Gipfel gewinnt man über komfortabel gebänderte, jedoch etwas lose Schrofen (um I).
Fazit: Alle erreichten Gipfel sind mehr etwas zum Gipfelsammeln. Einzig der Gatterkopf ist ein wirklich lohnendes Ziel. Vermutlich wird man sich auf der ganzen Tour etwas schwer tun, wenn die Vegetation ihren Höhepunkt erreicht. Also besser früh oder spät im Jahr gehen. Allerdings muss man vor allem während der Schneeschmelze mit sehr viel Wasser auf dem Gattertobelweg rechnen, wer sich nicht dreckig machen will geht besser nach langer Trockenheit bspw. im Herbst. Ansonsten bieten die Gipfel trotz viel Wald schöne Nah- und Fernblicke. Um die Tour genießen zu können, sollte eine gesunde Portion Trittsicherheit auch im weglosen Gelände und dem glitschigen Tobel nicht fehlen. Orientierungssinn kann nicht schaden.

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