Wege, Pfade und Routen
Tourenbericht von Kauk vom 21. Nov. 2010Gestern hab ich eine (vermutlich letzte) winterliche Herbst-Wandertour gemacht und zwar auf den Entschenkopf (2043 m).
Ausgangspunkt hierfür ist der Parkplatz Gaisalpe in Reichenbach, Parkgebühr 2,50€ bei nicht Geld wechselndem Automat. Über Tobelweg und Gaisalpe geht es einen mit Drahtseilen sowie Steighilfen gesicherten Weg hinauf zum Unteren Gaisalpsee. Hier gabelt sich der Weg, nach rechts gehts entlang des Sees Richtung Rubihorn. Nach links gehts durch Latschengehölz hinauf Richtung Oberer Gaisalpsee und Entschenkopf.
Oberhalb des Oberen Gaisalpsees verläuft ein Weg in langem Bogen zu einer erneuten Gabelung. Rechts zur Nebelhornbahn über den Gaisfuß und nach links zum Gängele und dem Entschenkopf.
Die Hänge von Gundkopf und Nebelhorn querend geht der Weg aufwärts zum Grat zwischen Nebelhorn und Entschenkopf, auf einen Felskopf oberhalb der tiefsten Einschartung. Im oberen Bereich ist bei einem Erdrutsch ein Stück des Weges mit abgegangen, hier ist es bei Nässe und geringer Schneeauflage etwas heikel aber mit einem Drahtseil gesichert. Vom Felskopf geht es steil hinab in den Sattel am Gängele. Dieses Felsband ist mit Drahtseilen gesichert und etwas ausgesetzt.
Vom Sattel am Grat entlang bis unter eine Felswand. Diese wird erst nach links etwas umgangen und in kurzer, leichter Kletterei (I) erstiegen. Weiter ein Stück dem Grat folgen und dann durch die obere Westflanke ohne weitere Schwierigkeiten zum Gipfel.
Vom Gipfel geht es den teilweise steilen Nordwestgrat hinab in Richtung Falkenalpe. Schlüsselstelle ist auch hier ein Felsriegel, im Sommer wahrscheinlich ebenfalls leichte Kletterei (I), ich hab mich da irgendwie im tiefen Schnee wühlend runtergemogelt. Weiter über gerölligen Untergrund (Sommer) zu den Latschen, die hier trotz Steig teilweise recht dicht stehen. Vom Bergfuß noch ein wenig weiter in nördlicher Richtung durch sumpfiges Gelände bis kurz unterhalb der Falkenalm und über den Steig durch Wald und teilweise freies Gelände hinunter zur Gaisalpe.
Im Sommer ist das ganze mit Sicherheit eine nette, recht einfache Überschreitung, gestern allerdings durch die winterlichen Bedingungen eine recht anregende Tour. Bis zum Unteren Gaisalpsee spielte der Schnee noch keine große Rolle, hier war jedoch durch den Frost der Weg teilweise eine arge Eisbahn. Mit steigender Höhe nahm der Schnee immer mehr zu, meist so 20-30 cm, lag noch Altschnee drunter, ging manchmal sogar bis zum Oberschenkel rein. Im Bereich des Grates dann auch einiges an verfrachtetem Schnee, ebenfalls in der Höhe bis zum Oberschenkel.










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