Alpin

Hochhäderich

Allgäuer Alpen

Hochhäderich
Hochhäderich-Ostgrat

Talorte: Hittisau , Steibis
Höhe: 1565 m


Schwierigkeitsgrad T3

"Charakter Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände für die Unterstützung des Gleichgewichtes. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröllflächen, weglose Schrofen Anforderung Gute Trittsicherheit notwendig. Gute Trekkingschuhe. Durchschnittliches Orientierungsvermögen. Elementare alpine Erfahrung"

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Wege und Pfade

Tourenbericht von Kauk vom 5. Mai 2012
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Gestern ein nettes Zwischenhoch, also nochmal nachmittags zum Feierabend los. Ziel war die westliche Nagelfluhkette von Süden. Es ging auf die Rohnehöhe (auch Eineguntkopf, 1639 m) und weiter über den Falken (1564 m) zum Hochhädrich (1566 m).

Route: Parkplatz im Lecknertal - Lecknersee - Juliansplattealpe - Glockentischplattealpe - Rohnealpe - Rohnehöhe - Falken - Hochhädrich - Schwarzenberger Plattealpe - Juliansplattealpe - Parkplatz

In das Lecknertal gelangt man, wenn man in Hittisau zunächst Richtung Riefensberg fährt und dann nach rechts dem Schild "Lecknertal" über kleine Sträßchen folgt. Bei Reute wird daraus dann eine Mautstraße. Das Mauthäuschen war gestern nicht besetzt, ansonsten sind für einen PKW 3€ zu bezahlen. Ein kostenloser Parkplatz (ca. 980 m) folgt nach etwa zwei Kilometern auf der linken Seite.

Zunächst folgt man den Wegweisern zum Leckner See, kurz vor Erreichen des Sees geht nach links ein Wirtschaftsweg ab, dem man hinauf folgt. Noch vor einem Weiderost kann man rechts auf einen neueren Wirtschaftsweg abbiegen, der direkt zur Eggalpe führt, hinter der Alpe wieder auf den ursprünglichen Weg. Den in der Kompass-Karte eingezeichneten Wanderweg habe ich genausowenig gefunden wie die dort verzeichneten Materialseilbahnen (von denen immerhin Fundamente zu sehen waren). Also auf dem Wirtschaftsweg weiter hinauf zur Juliansplattealpe, dann zur Glockenplattealpe (1276 m) und bis zum Ende des Wegs an der Rohnealpe. An der Alpe nach links auf zunächst breiter Trasse, die bald ein Wanderweg wird und über einen Rücken nach Nordosten hinauf auf den Grat der Nagelfluhkette. Nach links auf dem markierten Weg immer knapp unterhalb der Grathöhe zur Rohnehöhe, auf der ein Grenzstein steht.

Vom Gipfel zurück auf den Wanderweg, auf ihm trifft man bald auf die Bergstation eines kleinen Schlepplifts. Nun links haltend weiter am Grat orientiert hinab in die Einschartung zwischen Rohnehöhe und Falken. Auf schmalerem Stein hinauf auf einen kleinen Kopf und zum Schluss nochmal an der markanten Schneide problemlos auf Stufen zum Gipfel des Falken mit Kreuz und Lawinensprengseilbahn-Umlenkung hinauf. Man kann die Tour hier auch abbrechen und über die Plattentischalpe zur Schwarzenberger Plattealpe absteigen.

Der Weiterweg ist mit nur für Geübte angegeben. Allerdings entschärfen an den entsprechenden Stellen Drahtseilversicherungen das ganze. Zunächst am Kamm entlang etwas absteigen, dann nach rechts (Schild) durch einen kleinen Nagelfluhdurchschlupf und schräg nach links querend gegen P. 1531, den man unterhalb traversieren kann (mir war die genaue Wegführung wegen Schnee nicht klar). Hält man sich nun immer an der Grathöhe gelangt man auf schmalem Steig zur Schlüsselstelle der Tour: eine kurze Kletterpassage, die mit Drahtseilen entschärft wurde. Den oberen Teil kann man an guten Griffen und Tritten problemlos abklettern (I), der untere Teil ist abgespeckt und an Griffen und Tritten ärmer, aber weniger ausgesetzt (I+). Mit meinen nassen Schuhen war ich hier froh, kurz ans Seil greifen zu können. Unsere Nagelfluhkettenexpertin Sigrun schreibt, man kann diese Passage auch problemlos auf dem Hauptweg umgehen. Nun immer auf oder knapp unterhalb des Grates mit genügend Sicherungen zum bekreuzten Gipfel des Hochhädrich.

Zum Abstieg hinab zum nahegelegenen Alpengasthof Hochhädrich. Hier dem Wegweiser zur Schwarzenberger Plattenalpe folgen, es kommen nochmal kurze Passagen mit Drahtseilen, die aber eher Alibifunktion haben. Dann durch einen ostseitigen Schlauch hinab zum Wirtschaftsweg. Hier links und mit ca. 60 Höhenmeter Gegenanstieg zur Alpe, an ihr vorbei und auf Trasse und Wanderweg zur Juliansplattealpe. Man könnte auch rechts und direkt ins Lecknertal absteigen und auf der Fahrstraße hoch zum Parkplatz, das dürfte allerdings landschaftlich deutlich weniger lohnend sein.

Fazit: Kurze Tour, für den Feierabend bestens geeignet, auch wegen der Unterbrechung am Falken, falls die Zeit knapp wird. Landschaftlich sehr schön, wunderbar weite Ausblicke von Gimpel bis Konstanz. Durch den Gratcharakter wird die Tour auch nicht langweilig.

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Schlüsselwörter: hittisau, oberstaufen, steibis, falken, hochhäderich, gratübergang, hochhädrich

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